Wie entstehen Freiräume im und durch musikalisches Handeln – und wo stoßen wir auf Grenzen? In diesem Seminar diskutieren wir, welche persönlichen, gesellschaftlichen und strukturellen Eingrenzungen musikalische Tätigkeiten prägen: vom Komponieren und Improvisieren über das Produzieren, Aufführen und Rezipieren bis hin zum Sammeln, Archivieren und Vermitteln von Musik.
Anhand historischer Beispiele, insbesondere der Frauenbewegung des 19. Jahrhunderts, analysieren wir Handlungsspielräume und deren Begrenzungen. Gemeinsam reflektieren wir, wie diese Erkenntnisse aktuelle Möglichkeiten der Mitbestimmung und Selbstermächtigung in musikbezogenen Kontexten bereichern können. Die inhaltlichen Schwerpunkte werden auch nach den Interessen der Teilnehmenden gesetzt.
Teil der Seminarreihe ist der gemeinsame Besuch mehrerer Veranstaltungen der Reihe „die Stimme erheben“ an der HfM, in der Gastdozentinnen ihre aktuelle Forschung präsentieren und zur Diskussion stellen. Am 16.6. wird dazu in einem Konzert Repertoire aus der historischen Frauenbewegung zur Aufführung gebracht. Beachten Sie diese Sondertermine: 5.5., 16.6. und 30.6., jeweils 17:30–19 Uhr
Bei regelmäßiger aktiver Teilnahme besteht die Möglichkeit, die Hausarbeit im Modul Musikwissenschaft I zu schreiben.
- Teacher: Susanne Heiter