
Der menschliche Körper steht im Zentrum musikalischen Handelns: er ist Ausgangs- und Bezugspunkt musikalischen Ausdrucks, trägt Wissen sowie sozial und kulturell geprägte Bedeutungen und wirkt sowohl individuell als auch im gemeinsamen Musizieren. In der (Musik-)Wissenschaft wurde seine Rolle dennoch lange marginal betrachtet.
Das Seminar untersucht das performative Potenzial von Körperlichkeit und Stimme in Vergangenheit und Gegenwart und setzt unterschiedliche theoretische Konzepte in Bezug: Gender- und Queer-Theorie, Raumsoziologie sowie Praxistheorien eröffnen Perspektiven auf Körper als Träger von Wissen und Resonanz. Anhand von Fallbeispielen aus verschiedenen Epochen und Fachliteratur entwickeln wir ein Verständnis dafür, wie Körper und Stimme in der Musik sozial, kulturell und politisch verhandelt werden. Interaktive Formate wie studentische Impulsvorträge fördern den wissenschaftlichen Austausch, die Entwicklung individueller Perspektiven und bereiten praxisnah auf das Schreiben von Hausarbeiten vor.
- Teacher: Charlotte Müller